Alles fiebert der Hochzeit des bayerischen Herzogs Theodor von Tittmoning und der stolzen Amazone Hildegard entgegen. Es werden alle erdenklichen Vorbereitungen getroffen. Doch nicht jede Liebe in Tittmoning scheint unter einem günstigen Stern zu stehen. Der Edelbürger Egidius versprach Donisl, einem echten Tittmoninger Prachtburschen, seiner Tochter Hand. Diese jedoch hat ihr Herz bereits an Lenz verschenkt, ebenfalls von edlem Stamm. Sollte sich Genoveva dem Wunsch ihres Vaters, Donisl zu ehelichen, verweigern, so muss sie entweder in ein Nonnenkloster oder sterben. Philomena, Busenfreundin von Genoveva, buhlt wiederum verzweifelt um die Liebe von Donisl.
Das unglückliche Paar entscheidet sich zur Flucht, verfolgt von Donisl und auch Philomena. Im tiefen Auenwald – am Rande von Tittmoning – geraten die Liebenden unwissentlich in den Streit von Oberon und Titania, König und Königin der Elfenwelt, die sich im Auenwald um ein irdisches Kind streiten, das Titania in ihrer Obhut hat. Oberon plant Titania einen Streich zu spielen und verzaubert die schlafende Elfenkönigin mit einem Zaubernektar, so dass sie sich in jede Kreatur verlieben muss, die sie zunächst entdeckt. Um den Streit der jungen Liebenden zu schlichten, entscheidet Oberon, auch Donisl von seinem Droll verzaubern zu lassen. Somit hätte jeder verliebte Topf einen passenden Deckel.
Jedoch des Drolls Leidenschaft heißt: „Gehen die Sachen kraus und bunt, freu ich mich von Herzensgrund.“ So verzaubert er nach Herzenslust und Gutdünken, was ihm in den Weg kommt. Das Durcheinander wird auch nicht besser durch das Auftauchen einer Gruppe einfältiger Tittmoninger Handwerker, die im Auenwald für des Herzogs Hochzeitsfest ein Theaterstück einstudieren wollen.
Der Droll erweckt mit seinem Unbedacht den unermesslichen Zorn des Oberon und er erhält den Befehl des Elfenkönigs, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Wird der Kobold das Schlamassel je wieder entwirren können?
Autor: nach William Shakespeare, bearbeitet von Lisa Hanöffner
Regie: Lisa Hanöffner
